Weißer Amur oder Graskarpfen

(Ctenophryngodon idella)

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Merkmale: Er hat einen lang gestreckten (dem Döbel ähnlichen) Körper, mit stumpfer, zwischen den Nasenlöchern eingedellter Schnauze. Einen Leicht unterständigen Mund ohne Bartfäden. Seine Bauchseite ist abgerundet. Er hat große Schuppen. Ca. 42-45 entlang der Seitenlinie. Unterhalb der Seitenlinie hat er noch 5 Schuppenreihen. Die Rückenflosse hat 10 und die Afterflosse hat 11 Strahlen. Wobei die ersten drei Strahlen ungefiedert sind. Die Schlundzähne sind zweireihig und an den Rändern schräg abgeschliffen, seitlich zusammengedrückt und sägeförmig gekerbt. Der Rücken ist von dunkelgrün bis grünschwarz gefärbt. Wobei die Flanken heller grünlich sind. Der Bauch ist weißlich gefärbt. Alle Schuppen sind dunkel umrandet (Netzzeichnung). Er kann bis zu einer Länge von 120cm wachsen.

Vorkommen: Er liebt ruhige tiefe Seen. Die optimale Wassertemperatur liegt bei ca. 22-26 Grad. Die ursprüngliche Verbreitung ist kaum noch feststellbar, da bereits ab dem 10. Jahrhundert künstlicher Besatz in China betrieben wurde. In Deutschland ab 1965. Heute in ganz Europa verbreitet.  

Lebensweise: Der Graskarpfen verträgt zwar auch tiefere Temperaturen, ist aber eher eine wärme liebende Art. Im Jangtse/China tritt die Geschlechtsreife schon in 4-5 Jahren ein. In kühleren Gewässern erst mit 6-8 Jahren. das Ablaichen erfolgt in stark strömendem Wasser über Kiesgrund. Die Brutzeit beträgt 32-40 Stunden bei ca. 27-29 Grad. Jungfische ernähren sich zunächst von Kleintieren. Ab einer Länge von 6-10 cm  gehen sie zur Pflanzenkost über. Ihr Darmkanal verlängert sich um das 2-2,5 fache ihrer Körpergröße.